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Dagebüll - Vom Durchgangsort zum Ferien-Hotspot

Dagebüll

Dagebüll kennt man in der Republik: Fernsehzuschauer sehen den kleinen, direkt an der Nordsee gelegenen Ort, oder besser den Hafen mit Fähranleger, oft als Hintergrund  für Moderationen der Meteorologen, wenn es wieder einmal besonders stürmt. Orkanböen bei Sturmflut peitschen dann das Wasser der Nordsee hoch und überfluten weite Teile der Hafenanlage.

Und eben die Hafenanlagen als Ausgangspunkt zu den Nordfriesischen Inseln sind natürlich schon seit vielen Jahren all‘ jenen Touristen bestens bekannt, die ihre Ferien auf den Insel Föhr oder Amrum verbringen. Die Züge der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft Niebüll GmbH (neg) fahren regelmäßig zwischen Niebüll und Dagebüll, oft sogar mit Kurswagen der Fernverkehrszüge, die die Touristen umsteigefrei bis zum Fähranschluss zu den beiden Nordseeinseln bringen. Andere nutzen für die Überfahrt das eigenen Auto und stehen, auf die Abfahrt wartend, in den Spuren zu den drei Anlegern am Fährhafen.

Gemeinsam war ihnen bisher, dass sie für den eigentlichen Ort kaum einen Blick hatten – mit der einen Zufahrtsstraße quer durch Dagebüll in Richtung Fährhafen war dieser für die meisten Urlauber über viele Jahre lediglich ein Durchfahrtsort.

 

Die Geschichte und Entstehung Dagebüll´s

Der heute zum Festland gehörende Ort Dagebüll befand sich einst auf einer Hallig. Die Endung -büll kommt aus dem dänischen: ”bøl” und bedeutet Wohnplatz, Wohnort, Siedlung, bedeutet also sinngemäß Siedlung des Dago.

Bereits seit 1662 sind regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen dem Festland und den Inseln Föhr und Amrum nachgewiesen. Ab Mitte der 1830er Jahre erlebten diese Verbindungen einen langsamen Aufschwung, als die Popularität des Seebads Wyk auf Föhr nach seiner Gründung 1813 beständig zunahm. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen jährlich bereits über 1.000 Gäste in das zweitälteste schleswig-holsteinische Seebad, auch der dänische König Christian VII. verbrachte hier mehrfach seinen Sommerurlaub. 1872 eröffnete die damalige Wyker Fährgenossenschaft erstmalig einen Dienst zwischen Wyk und Dagebüll.

Während viele Badegäste damals noch mit den Dampfern aus Hamburg auf die Insel Föhr reisten, entwickelte sich Dagebüll nach Inbetriebnahme der seinerzeit noch schmalspurigen Kleinbahn zwischen Niebüll und Dagebüll im Juli 1895 allmählich zum wichtigsten Festlandshafen im Inselverkehr.

1971 ließ die Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum GmbH (W.D.R.) das Fahrwasser vor Dagebüll ausbaggern – eine Voraussetzung für die Einführung eines tideunabhängigen Fahrplans für die Fährschiffe, verbunden mit der Verkürzung der Wartezeiten an den Fähranlegern in Dagebüll und auf den Inseln und einer Erhöhung der Anzahl der Fährüberfahrten.

 

Neubeginn der touristischen Infrastruktur

Das Land Schleswig-Holstein fasste in den 90er Jahre den Beschluss, die landeseigenen Häfen zu privatisieren und bot den Inselkommunen

den Hafen Dagebüll zum Kauf an. Nach mehreren Verhandlungsjahren wurde der Erwerb des Hafens vereinbart und zu diesem Zweck am 28. Juli 1999 die Hafengesellschaft Dagebüll mbH von den Ämtern Amrum, Föhr-Land, Bökingharde, der Stadt Wyk auf Föhr und der Gemeinde Dagebüll gegründet. Am 1. Januar 2000 ging der Hafen in das Eigentum der Hafengesellschaft über, worauf noch im gleichen Jahr umfangreiche Instandsetzungen und Modernisierungen begannen: Wurden durch das Land bis dahin lediglich die notwendigsten Ausbesserungen und Reparaturen durchgeführt, so erfolgte nun in den Jahren 2000 und 2001 umfassende Instandsetzungsmaßnahmen an den Spundwänden – das Gesicht des Hafens begann sich zu ändern. Parallel dazu wurde ein neues Verkehrskonzept für die Hafenfläche umgesetzt und mit der Veränderung des Hafengebäudes der W.D.R. mit einem neuen Durchfahrtterminal die Abfertigung des Personen- und Fahrzeugverkehrs deutlich verbessert. Die neue Fährhafenstraße mit der Anbindung an den 2002 neu errichteten „Inselparkplatz“ wurde an die Hafenfläche angeschlossen. Mit diesem Parkplatz ist die nervige Suche nach einem freien Stückchen Parkraum im Ort, dem Parken auf oft matschigen Wiesen und dem beschwerlichen Fußwege und die Schlepperei  des

Gepäcks vom Auto zum Anleger vorbei: Rund 2700 Parkplätze stehen heute den Gästen auf sauberen und befestigten Flächen zur Verfügung. Und wer sein Auto vor allzu starken Sonnenstrahlen oder Regentropfen schützen  möchte,  kann  seinen  Wagen  gegen Aufpreis in der Halle parken, wo weitere 200 Plätze bereit stehen. Mit einem kostenlosen  Shuttleservice  geht es von hier aus samt Gepäck direkt zum Schiff.

Und schließlich entstand 2005 das neue Service- und Wartegebäude „Tor zu den Inseln“, das für Fahrgäste und Ausflügler ein attraktiver Anlaufpunkt mit vielen Angeboten ist und die die Wartezeit zur Fährabfahrt „verkürzen“ soll, wozu ein Bistro oder eine maritime Ausstellung im Gebäude gehören.

 

Dagebüll will sein Image als Durchreisestation endlich ablegen

Der Hafen Dagebüll ist der Ausgangshafen für den Tourismusverkehr auf die Inseln Föhr und Amrum. Mit rund 1,7 Mio. Fahrgästen Jahr für Jahr ist der nordfriesische Hafen der drittgrößte Personenhafen Deutschlands und als das „Tor zu den Inseln“ weithin bekannt. Jährlich werden von Dagebüll aus mehr als 300.000 Pkw und 45.000 Lkw transportiert. So ist es nicht verwunderlich, dass die Gemeinde Dagebüll, die es in der jetzigen Struktur durch die Zusammenlegung der ehemals selbstständigen Gemeinden Juliane Marienkoog, Fahretoft, Waygaard und Dagebüll erst seit 1978 gibt, von dieser touristischen Größenordnungen gerne partizipieren würde. Und die Chancen waren, nachdem die Hauptzufahrt zu den Fähranlegern über die Fährstraße verläuft und nachdem die vielen kleinen und kaum befestigten Parkflächen im Ort zugunsten des Inselparkplatzes aufgegeben wurden, gar nicht schlecht – der Ort Dagebüll hatte jetzt für eine Entwicklung ein Flächenangebot.

Nun so hieß es dann auch „Aus Alt mach Neu“ und der kleine Ort an der Nordsee begann sich mächtig herauszuputzen: Es folgte ein wahrer Bau-Boom mit der Errichtung schmucke Ferienhäuser – exklusive Holzhäuser, die sich allesamt durch ihren Reihenhauscharakter im farbenfrohen skandinavischen Stil auszeichnen – Nordseeurlaub mit 5-Sterne-Komfort! Von 2012 bis 2014 und 2016 entstanden insgesamt 86 Ferienwohnungen in schicken Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern, die hinsichtlich der Ausstattung und des Komforts keine Wünsche offen lassen: In den luxuriösen Ferienhäusern fühlt man sich wie Zuhause und oft noch viel wohler. Hier kann der gemeinsame Urlaub in 2-, 6- und jetzt auch in 12 Personen-Domizilen genossen werden. Und dass sich Dagebüll langsam aber sicher zum Tourismusmagnet entwickelt, davon zeugt nicht zuletzt der Umstand, dass für die Ferienwohnungen bisher eine extrem hohe Nachfrage bestand und eine Vermietungsquote von etwa 200 Tagen im Jahr erreicht werden konnte.

 

Und die Touristische Entwicklung geht weiter

Diese sehr gute Auslastung zeigt die stark gestiegene Nachfrage nach Ferienwohnungen in Dagebüll und das trotz des Umstandes, dass durch die seit 2017 stattfindenden Deichbau- und Schutzmaßnahmen noch bis 2018 in Dagebüll kein Badebetrieb möglich war und ist. Um dieser touristischen Entwicklung weiterhin gerecht zu werden, ist vorgesehen, ein weiteres Baugebiet zu erschließen und hier weitere 29 Ferienwohnungen in Einzel- und Doppelhäusern zu errichten. Die Planung dazu sieht vor, dort noch einmal 19 Ferienwohnungen in ebenerdigen Einzelhäusern, 3 Ferienhäuser unter Reet, die jeweils zwei Ferienwohnungen beherbergen sollen, und 4 Ferienwohnungen in 2 ebenerdigen Doppelhäusern zu errichten und diese bereits ab Sommer 2018 für die Vermietung zur Verfügung zu stellen.

Nördlich der Hafenstöpe entstand der Deichtorplatz mit der Tribüne, die Platz für 200 Personen bietet  und auf dem spätestens ab Sommer 2018 zentrale Veranstaltungen, wie z.B. Konzerte stattfinden werden.

Geplant sind auch die Neuanlage eines modernen Camping- und Wohnmobilstellplatzes mit einem angeschlossenen Kinderspielplatz. Gebaut wird hinter der neuen, mit bunten Holzfassaden verkleideten Geschäfts- und Gastronomiezeile mit ihren Dienstleistungseinrichtungen ein weiterer Parkplatz mit 80 Stellplätzen für Gäste, Besucher und Kunden. Dabei ist die kleine, gemütliche Einkaufsmeile u.a. mit einer allseitig ausgerichteten Gastronomie ein weiterer Magnet des sich stark entwickelnden Ortes.

Es lohnt sich also ein Besuch in Dagebüll auf alle Fälle – auch, wenn man hier (noch) nicht unbedingt Mieter einer Ferienwohnung ist. Einfach einmal hinfahren und schauen und mit Fug und Recht einstimmen in die abgewandelte Version eines Lobliedes auf die Hauptstadt Berlin „Dagebüll, wie haste dir verändert!“

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