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Eine Wattwanderung zum Mythos RUNGHOLT

Watt

Rungholdt auf dem Meeresgrund zur Geschichte Nordfrieslands

Während der Zeit der Ebbe liegt das Watt frei, das Wasser hat den Sand zu Rillen wie bei einem Waschbrett geformt. Eine Wanderung im nassen Sand, wo sich wenige Stunden zuvor noch die Wellen brachen –ein einmaliges Erlebnis ist so eine Wanderung auf dem Meeresgrund.


Natürlich kann so eine Wattwanderung auch genutzt werden, etwas mehr über die Geschichte der Urlaubsregion der nordfriesischen Westküste zu erfahren, denn die sich bei Ebbe zurückziehende See lässt auf dem Boden des Wattenmeeres nicht nur Krabben, Muscheln, Seesterne und kleine Einsiedlerkrebse zurück, sondern gibt für eine kurze Zeit auch Relikte der Vergangenheit frei.


So empfiehlt es sich, in der Zeit zwischen Mai und Oktober an einer geführten Wattwanderung teilzunehmen, die nach Rungholt führt.

Rungholt, das auch gerne als Atlantis der Nordsee bezeichnet wird, jedoch im Gegensatz zu Atlantis tatsächlich existiert hat, ging wahrscheinlich bei der katastrophalen Sturmflut vom 16. auf den 17. Januar 1362 (Zweite Marcellusflut/“Grote Mandränke“) unter. Dabei wurde die vom Salztorfabbau tiefergelegte Landfläche vollkommen überspült
Neben den vielen Legenden, die sich um den Untergang Rungholts rankten, über seinen Reichtum, über die Größe der Siedlung, aber auch die Prunksucht und die Gottlosigkeit der Bewohner t (schließlich musste es ja für den Untergang im Meer eine „plausible“ Erklärung geben), gab es auch immer wieder Funde im Watt, die eine Existenz von Rungholt belegten. So sind in der früheren Vergangenheit verschiedene Siedlungsspuren im Watt beobachtet worden. Einen der ersten Hinweise liefert eine Schrift von Matthias Boetius (gestorben 1624), der von häufigen Funden von Wegen, Gräben und metallenen Kesseln im Wattgebiet schreibt.Um 1880 entdeckte ein Fischer große Holzreste im Watt an jener Stelle, an der spätere Untersuchungen Schleusen fanden. Damals hielte man diese jedoch für die Reste eines Schiffswracks.
Da das Meer in stetiger Bewegung ist und mit diesen Bewegungen auch oftmals eine Veränderung des Meeresbodens verbunden ist , spülten die Gezeiten zwischen 1921 und 1940 im Watt nördlich von Südfall Überreste von Warften, Bauten, Keramiken, Ziegelreste und Brunnen frei. Die Befunde, zu denen auch ein Deichfuß gehörte, wurden jetzt systematisch erfasst, kartiert und erforscht und konnten auch Angaben auf alten Karten zu frühen Siedlungsgebieten bestätigen. So kamen Überreste Rungholts wieder zum Vorschein.

Von Nordstrand nach Rungholt – geführte Wattwanderung zum Mythos
Im Zeitraum von Mai bis in den Oktober finden immer am zweiten und am letzten Wochenende im Monat die Wattwanderungen nach Rungholdt statt. Für genaue Termine und Details Tel: Christine Dethleffsen / 04671 6614


Die Tour ist in zwölf Stationen aufgeteilt, bei denen jeweils in Einheiten von 5 Minuten alle 20 Minuten viel Wissenswertes über Rungholt vermittelt wird, was insgesamt 60 Minuten kurzweiliger Informationen während der fünfstündigen Wanderung ausmacht.


Fünf dieser geführten Touren werden erstmalig auch für Hörgeschädigte mit lautsprachunterstützenden Gebärden angeboten, um den Inhalt der vermittelten Informationen auch für gehörlose bzw. schwerhörige Menschen verständlich zu machen.


Außerdem sorgen Wattrollis für Gebehinderte und eine barrierefreie Gestaltung des neuen Deiches dafür, dass das touristische Angebot auch für Menschen mit einem Handicap als gelebte Inklusion erweitert wurde.


Die erste Rungholt-Wattwanderung findet am 14. Mai um 11 Uhr ab Treffpunkt Deichkrone Fuhlehörn/Nordstrand (Navi: Nordstrand/Westen 93) statt, Treffen dort ist eine Viertelstunde vor Beginn.

Von Humptrup aus, fahren Sie je nach Verkehr zwischen 30 und 40 Minuten bis zum Treffpunkt Einfach in Süderlügum auf die B5 und dieser bis Hattstedt folgen dann ist Nordstrand auch schon ausgeschildert.


Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich, der Unkostenbeitrag beträgt pro Person 9,00 Euro.

Hier noch ein Veranstaltungstermin zum Thema:  Mythos RUNGHOLT – Trockenen Fußes ins Museum

 

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