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25 Jahre Andersen-Hüs – ein Vierteljahrhundert Kulturstätte der Nordfriesen

Andresen Hüs

Wenn man im Norden Nordfrieslands nach den kulturellen Begegnungsstätten fragt, dann fällt vielen Menschen als Antwort ganz sicher sofort die Niebüller Stadthalle ein. Aber besonders Einheimische werden auf diese Frage zusätzlich mit der Aufzählung von drei markanten Veranstaltungsstätten, von drei weiteren Kultur- und Veranstaltungsorten antworten: Da ist einmal der Charlottenhof in Klanxbüll, das Kultur- und Tagungshaus im Herzen der Wiedingharde, der seit 1999 als ein Kulturdenkmal erhalten und als Stätte für anspruchsvolle und vielfältige künstlerische und kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Auf einer Warft gelegen liegt dieser vor über 200 Jahren erbaute Vierkanthof.

Und da ist das Leck-Huus, das Kultur- und Veranstaltungszentrum der Gemeinde Leck und Umgebung, ein Geesthof aus dem Jahr 1856 und eines der ältesten, reetgedeckten Häuser der Gemeinde, um dessen Restaurierung und Erhalt sich der im Jahre 2000 gegründete Verein „Leck-Huus“ mit viel Engagement kümmert und seit 2005 auch  abwechselnde Kulturveranstaltungen, darunter Konzerte und Vorträge, organisiert und anbietet.

 

Andersen-Hüs – ein nordfriesisches Kulturdenkmal

Nicht als Konkurrenz, sondern vielmehr als eine Ergänzung der mannigfaltigen Angebote der beiden oben genannten Häuser, versteht sich das Andersen-Hüs in Risum-Lindholm. Mit dem 1989 erfolgten Erwerb des uthlandfriesischen Bauernhauses aus dem Jahr 1723, das sich in einem ziemlich maroden Zustand befand, ist zu dessen Einweihung 1993 architektonisch nicht nur ein echtes Schmuckstück entstanden. Neben einer über das Jahr verteilte Fülle kultureller Veranstaltungen, von Konzerten ganz verschiedener Genres,  Theateraufführungen in plattdeutscher und friesischer Sprache, Frühjahrs-, Herbst- oder Weihnachtsmärkten, Veranstaltungen wie Trauungen, private und betriebliche Empfänge und Jubiläen, ist das Andersen Hüs aber nicht nur eine lebendige Kultur- und Begegnungsstätte: Es ist als Heimstatt des bereits im Jahr 1911 gegründete Vereins „Frasche Feriin for e Ååstermååre e. V.“ (Ostermooringer Friesenverein) gleichzeitig einer der Leuchttürme der nordfriesischen Kultur.

Natürlich können sich auch hier heiratswillige Paare das Ja-Wort geben und die Trauung mit ca. 25 Personen stilecht im Pesel des Hauses mit seinen mit handgemalten Kacheln und Bilegger, dem historischen Ofen,  mit dem etwa seit dem 16. Jahrhundert in den Bauernhäusern die Döns bzw. der Pesel beheizt wurde, vornehmen lassen.

Für größere Gesellschaften findet man im Stall des Hauses mit seinem traditionell belassenen Innenleben ein rustikales Ambiente - friesische Wohnkultur. Diesen Charakter unterstreicht auch das kleine Museum, das sich auf dem ehemaligen Heuboden befindet. Hier sind viele historische Möbel, Haushaltsgeräte vergangener Zeiten und Trachten aus der friesischen Kultur zu sehen. Dort befindet sich auch eine Wiege, in der bereits die Kinder der Familie Andersen, die das historische Haus 1725 erbauen ließ und ihm seinen Namen gab, gelegen haben.

 

Kulturstätte und Heimat des Friesenvereins

Das Haus, das dem 1911 gegründeten Ostermooringer Friesenverein gehört, wurde von diesem erworben und damit eine wertvolle Bausubstanz der Region aufwändig restauriert  und erhalten. Dabei gab es von Anfang an die konkrete Vorstellung, mit dem Haus einen kulturellen Mittelpunkt der friesischen Sprache und Kultur in der Bökingharde, die ein Gebiet von ca. 137 km² umfasst, in dem etwa 5.700 Einwohnern der vier Gemeinden Dagebüll, Galmsbüll, Risum-Lindholm und Stedesand leben, zu schaffen.

Mit der Fertigstellung des Andersen Hüs vor nunmehr 25 Jahren wurde somit nicht nur vordergründig eine Stätte für zahlreiche Events und Veranstaltungen geschaffen, sondern an erster Stelle der Überlegungen für die Nutzung des Gebäudes stand, hier ein Zuhause für die wirksame Entfaltung der Kultur und zur Stützung und Förderung der friesischen und plattdeutschen Sprache und geeignete Präsentationsmöglichkeiten zu schaffen.

Unter dem Dach des Hauses haben Gruppen wie die friesische Theatergruppe „Frasch Klüüs“, die Theatergruppe „De Plattdütschen“ oder die Gruppe „Frasche Loosche“ und die neue Jugendgruppe „Frasche Jöögedfloose“ eine Heimstatt. Hier sind aber auch

engagierte Frauen dabei, die Tradition der Herstellung von Hägen, den altfriesischen Stuhlkissen, am Leben zu erhalten. Diese wurden in Überbreite auch für die Wagenstühle zur sonntäglichen Kutschfahrt genutzt, heute werden die Kissen als ein wertvolles Geschenke zu besonderen Anlässen, wie Hochzeit oder Konfirmation mit Jahreszahl und Monogramm hergestellt. Viele Vorlagen dazu sind im Andersen Hüs ausgestellt.

Aber auch die Administration des Ostermooringer Friesenvereins, der inzwischen gut 520 Mitglieder zählt, führt im Haus seine Vorstandssitzungen durch. Hier trifft sich ebenfalls regemäßig die Koordinationsgruppe, von der die Veranstaltungen und deren Durchführungen  geplant werden.

 Das Andersen Hüs ist ebenfalls der Redaktionsort für die friesische Zeitschrift „Mooringer Krädjer“, die als Vereinszeitschrift jährlich zweimal in 500 Exemplaren erscheint und sowohl über Historisches und Aktuelles informiert  und um den Mitgliedern, Bürgern und Sprachinteressierten Lesestoff zu geben.

Die Galerie im „Pferdestall“, in der bisher viele Ausstellungen ganz verschiedener Genres stattfanden, bietet nach wie vor jedem Bürger die

Möglichkeit,  hier seine Kunst zu präsentieren.

Und das Andersen-Hüs beherbergt noch eine ganz wichtige Institution – auf dem Dachboden, neben dem bereits erwähnten kleinen Museum, befindet sich das Dorfarchiv, in dem in den vergangenen 30 Jahren umfangreiche Schriften und Bilder zur Geschichte des Ortes gesammelt und nach Sachgebieten geordnet aufbewahrt werden.

Dem Verein, den engagieren Mitgliedern sowie allen Freunden, Gönnern und Förderern gebührt für die geleistete Arbeit nach „25 iir Andersen-Hüs" ein herzliches Dankeschön für die kommenden 25 Jahre weiterhin gutes Gelingen.

Und wer jetzt eine Anregung für den Besuch des Andersen Hüs bekommen hat, jedoch vielleicht weder der friesischen noch der plattdeutschen Sprache mächtig ist, der sollte sich trotzdem nicht scheuen, auch außerhalb der geplanten Veranstaltungen aus dem Programm, einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Unter der Telefonnummer 04661 – 2291 kann man sich währen der Bürostunden am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, jeweils von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr,  anmelden. Und sowohl für gewünschte Führungen durch das Haus als auch für geplante Veranstaltungen mit Gruppen und/oder Gesellschaften wird entsprechendes Personal und ein hervorragender Service  gestellt – und:  Die freundlichen, ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sprechen und verstehen natürlich auch Hochdeutsch.

 

Andersen-Hüs Klockries
Frasche Feriin for e Ååstermååre e.V.
 -Ostermooriger Friesenverein-
 Klockries 64 
 25920 Risum-Lindholm

Bürozeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
von 9:00 Uhr  bis 11:00 Uhr
Telefon: (04661) 2291
Email: info@andersen-hues.de

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