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Barfuß über Stock und Stein – Der Barfußpfad an der Niebüller Wehle

Barfußpfad

Kaum ein Körperteil wird tagaus und  tagein so viel belastet und beansprucht wie unsere Füße. Und kaum ein Körperteil wird von vielen Menschen so sträflich ignoriert wie unsere Füße. Während in den Fitnessstudios darauf geachtet wird, regelmäßig Bauchmuskeln und Bizeps zu straffen und zu stärken, ist Fuß-Training kaum jemandem ein Begriff. Dabei muten wir gerade den Füßen immer wieder enorme Belastungen zu:

Tägliches Joggen, den Weg zur Arbeit zu Fuß gehen, Treppen steigen, Einkauftaschen tragen oder Materialien am Arbeitsplatz heben – jeden Tag werden den Füßen Höchstleistungen abverlangt. Mit ihnen legen wir im Laufe eines Lebens rund 160.000 Kilometer und damit vier Erdumrundungen zurück. 26 Knochen, 33 Gelenke, zwei Dutzend Muskeln und mehr als 100 Bänder halten einen Fuß zusammen. Ihr ausgeklügeltes Miteinander macht unsere Füße zu einem Wunderwerk der Statik: Die Ferse stabilisiert, der Mittelfuß hält uns beweglich, mit dem Vorfuß rollen wir ab und die Zehen balancieren uns aus.

Aber fehlendes Fußtraining und das Tragen von oftmals ungeeignetem Schuhwerk machen den Füßen so zu schaffen, dass fast die Hälfte der Menschen in den westlichen Ländern heute von Fußfehlstellungen betroffen ist.

Barfußparcours – ein natürliches Trainingsfeld für die Füße

Doch nicht immer muss bei Problemen mit den Füßen mit medizinischen Therapien geholfen werden. Jeder kann seine Füße ganz einfach trainieren und ihnen damit etwas Gutes tun. Eine einfache Übung ist dabei, mehrmals täglich die Schuhe zu wechseln. Eine weitere Möglichkeit des Fußtrainings ist die Nutzung eines Barfußparcours oder Barfußparks, bei dem die dabei verwendeten verschiedenen Oberflächen die Möglichkeit bieten, die Fußreflexzonen zu stimulieren. An Fußsohle und Zehen finden sich die Rezeptoren der Hautsinne (Tastsinn) in besonders hoher Dichte.

So ist die Entscheidung der Stadt Niebüll, das Gebiet um die Wehle in seiner Eigenschaft als Naherholungsstätte auch im Rahmen der Gesundheitsvorsorge aufzuwerten, nur folgerichtig. Dabei wurde der in den letzten drei, vier Jahrzehnten gewachsene Baum- und Strauchbestand gelichtet und mit einem reduzierten Bewuchs gleichzeitig mehr  Freiflächen und Freiraum für eine zweite große Liegewiese geschaffen.

Eine Attraktion ist aber wohl der im Zusammenhang mit der Erweiterung der Anlage zu einer Parklandschaft hier angelegte Barfußpfad, der  an der Rundbank in der Kneipp-Ecke beginnt und nicht nur die Badenixen des Kneipp-Vereins einlädt.

 

Also „Raus aus den Schuhen und rauf auf den Barfußpfad!“

 

Als Ergebnis einer Projektwoche von Schülern der Gemeinschaftsschule in Niebüll gemeinsam mit der Leitung der direkt neben der Wehle liegenden Jugendherberge entstand der Plan für einen Barfußpfad. Angelegt wurde der Barfußpfad letztlich von den Auszubildenden des Niebüller Bauhofs.

Ein Barfußpfad ist für die Sinneserfahrung von Kindern und Erwachsenen ein prima Angebot. Zum einen ist er vor allem förderlich für den Tast- und Sehsinn, doch auch das Hören wird beim Auftreten auf verschiedene Materialien gefördert. Barfuß laufen bedeutet ein bewusstes Fühlen mit den Füßen  und  fördert gleichzeitig  die Gleichgewichtsreaktion. Barfuß laufen bedeutet aber auch, die Natur wirklich hautnah über die Fußsohlen zu erleben und in einen Gefühlskontakt mit den unterschiedlichsten Materialien zu treten, gleichzeitig den Kreislauf in Schwung zu bringen und für die Durchblutung der Venen zu sorgen. Dies geschieht durch die Anordnung ganz unterschiedlicher Materialien,  die in den Barfußpfad eingearbeitet wurden. Die Benutzer des Pfades können nicht nur sehen, sondern mit dem Fußsohlen fühlen, worauf sie treten.

Beginnen kann man mit dem Gehen im Sand, worin eigentlich jeder gerne barfuß unterwegs ist. Das erleichtert die Eingewöhnung für den Barfußpfad.

Pflastersteine sorgen für eine wohltuende Fußmassage und von der Sonne aufgeheizt, geben die Steine eine  angenehme Wärme ab.

Der Mulch aus den Rinden unserer Bäume, die das das wertvolle Holz schützen und Wind und Wetter trotzen, trocknet an der Sonne aus und fühlt sich etwas gewöhnungsbedürftig und stachelig an. Die in den Feldern verwendeten glatten und etwas spitzeren Steine stellen hierzu wieder einen Kontrast dar und auch die die eingearbeiteten Baumscheiben verschiedener Größe sind eine angenehme Herausforderung sowohl für den Tastsinn als auch für den Gleichgewichtssinn, Die eingearbeiteten runden Holzbanken in unterschiedlicher Stärke sind noch einmal eine angenehme Variante für die Fußmassage. Schließlich kann man den Barfußpfad mit dem Laufen im Gras oder in den Sommermonaten auch beim Wassertreten in der Wehle beenden.

Obwohl das Wetter zurzeit noch nicht so optimal ist, um barfuß zu laufen waren schon sehr zustimmenden Meinungen zu dieser Anlage für eine aktive Gesundheitsvorsorge  zu erfahren. Allerdings gab es auch Stimmen, die sich hier einen etwas längeren Barfußparcours gewünscht hätten.

 

Die Adresse für´s Navigationsgerät ist : Mühlenstraße 65 in 25899 Niebüll

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