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Bingo - Spieltrieb für einen guten Zweck – Verspielen

Bingo

Heute hoffen immerhin jeden Sonntag rund 600.000 bis zu einer Million Zuschauer darauf, einen der attraktiven Preise zu gewinnen, in dem Wissen, gleichzeitig mit dem Spieleinsatz, dem Kauf eines oder mehrere BINGO-Lose, etwas Gutes zu tun – für gemeinnützige Projekte im Bereich von Natur und Umwelt.

Wir in Norddeutschland nennen es BINGO, LOTTO oder VERSPIELEN

Immer wenn im Norden das schnaulige Wetter einsetzt, also das Herbstwetter mit Regen, Nebel, Wind, Blätterfall und sinkenden Temperaturen beginnt, wenn es abends früher dunkel wird, weil die Tage jetzt immer kürzer werden und durch die Zeitumstellung Ende Oktober schon beim Heimweg von der Arbeit plötzlich schon die Laternen und Straßenlampen leuchten, dann entdecken viele Nordfriesen ihren ganz eigenen „Spieltrieb“: Die einen nennen es Lotto, die anderen sprechen vom Bingo und ganz viele Menschen sagen auch Verspielen dazu. Wie auch immer – das traditionelle Spiel um die Glückszahlen gehört in den Herbst- und Wintermonaten zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Nordfriesland, ja auch in ganz Norddeutschland.

Zu den gemütlichen Bingo-Abenden, die in vielen Orten auch als „kurzweilige Lottoabende“ angekündigt werden und in dieser Jahreszeit fast regelmäßig stattfinden, laden überwiegend die örtlichen Vereine ein, die im Rahmen dieser Veranstaltungen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Hier geht es den Vereinen oder Gremien vordergründig um den guten Zweck, denn der Großteil des Erlöses von Bingo-Spielen wird an wohltätige und gemeinnützige Organisationen gespendet, etwa für die Arbeit der Landfrauen, für die Kinder- und Jugendgruppe des Sportvereins, den DRK-Ortsverein, für die örtliche Jugendfeuerwehr, für den Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt, den Weißen Ring oder für einen Ortsverein des SoVD, um nur einige zu nennen. Auf der anderen Seite ist die große Schar der Bingo-Begeisterten, erfahrungsgemäß überwiegend Frauen, die darauf hoffen, auf eine Reihe, zwei Reihen oder auf die volle Karte einen der Sachpreise zu gewinnen und mit dem entsprechenden Quäntchen Glück zu Hause die Vorratskammer, den Kühlschrank oder die Tiefkühltruhe zu füllen.

Verspielen als Ausdruck einer regionalen Verbundenheit

Es überrascht immer wieder, wenn man erlebt, wie viele Menschen sich zu den gemeinsamen Abenden in Gaststätten, Gemeindehäusern, Club-Heimen oder im örtlichen Kirchspielkrug einfinden. Wenn in den Gärten und auf dem Grundstück um das eigene Haus keine Arbeiten mehr zu erledigen sind und wenn die Terrasse abgeräumt und winterfest gemacht wurde, gibt es in den ländlichen Gegenden nicht mehr viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Dazu kommt, dass die Hofstätten teilweise sehr weit auseinander liegen, so dass auch nachbarschaftliche Verbindungen nicht täglich gepflegt werden können. Da sind solche Veranstaltungen, wie das gemeinsame Verspielen, immer eine hochwillkommene Abwechslung. In vielen Fällen richten die veranstaltenden Organisationen und Vereine für die Teilnehmer, von denen auch sehr viele ältere Menschen sind, sogar spezielle Fahrdienste für den Hin- und Rücktransport ein.

Ortsansässige Fleischereien und/oder Supermärkte sind vielfach Sponsoren für die auszuspielenden Preise, die von Kaffee und Süßigkeiten bis hin zu Fleisch- und Wurstpaketen reichen und vielfach auch in Form von allseits beliebten Gutscheinen im Gewinnfall ausgereicht werden. Das hat einmal den Vorteil, dass man den Gewinn nicht gleich am Abend mitnehmen muss( Bingo-Abende dauern nicht selten bis 23 Uhr) und zum anderen kann man einen Gutschein beim Fleischer nach eigener Wahl dann sowohl in Wurst, in Fleisch, in Geflügel oder in Konserven einlösen.

Aufmerksamkeit, Konzentration und ein bisschen Spielsucht

Hartgesottene Bingo-Spieler(innen), die zu jeder Veranstaltung erscheinen, reklamieren schon einige Privilegien für sich, die von Neulingen, insbesondere dann, wenn diese auch noch Ortsfremde sind, beachtet werden sollten: Da ist zunächst die Platzwahl, denn „Stamm-Spielerinnen“ haben natürlich ihren „Stammplatz“ und das wird Neulingen oft auch lautstark verkündet. Dann folgt das Ritual des Verkaufs der Spielkarten, die jeweils andere Zahlenkombinationen aufweisen. Diese werden nach nicht nachvollziehbaren Gesichtspunkten als „Glück-Karten“ oft zeitaufwendig ausgesucht. Von Ort zu Ort, von Verein zu Verein sind hier die Preise unterschiedlich, aber eine Karte für 60 Spiele kostet im Normalfall 6,- Euro. Und da wundert sich der Neuling, dass viele der älteren Damen nicht eine oder zwei Karten, sondern letztlich oft bis zu sechs Karten vor sich auf dem Tisch liegen haben. Da heißt es dann ganz viel Aufmerksamkeit und Konzentration an den Tag legen, denn der Aufrufer, der Caller, zieht die Kugeln, die von 1 bis 90 nummeriert sind, sehr zügig aus einem Beutel und liest sie vor. Da kann jede Unaufmerksamkeit zum Desaster werden, wenn irgendwo am Tisch plötzlich „Pott“ gerufen wird, sich also eine laufende Reihe mit den gezogenen Zahlen auf dem Spielschein ergeben hat und ein Gewinn vergeben wird, den man bei entsprechender Aufmerksamkeit hätte auch bekommen können, weil man selbst eine Gewinnkombination auf seiner Karte hatte. Aber das passiert dann wirklich nur Neulingen, oder?

Und Bingo ist nichts für schwache Nerven: Während der Aufrufer eine Kugel nach der anderen zieht und man noch eine, wirklich nur noch eine, nämlich die richtige Zahl für die „volle Karte“ benötigt, kann man schon ganz schön nervös werden. Da muss man Ruhe bewahren, Geduld aufbringen und hoffen...hoffen, dass jetzt endlich die richtige Zahl, nämlich „meine“ Zahl, gezogen wird. Ja, und Bingo birgt das Suchtpotenzial von Glücksspielen in sich. Wohl dem, der die Sache von der Seite „Spaß und Unterhaltung“ ansieht und weiß, dass sich das Glück nicht zwingen lässt, auch wenn man an einem Abend leer ausgegangen ist. Aber – es gibt ja auch noch weitere Bingo-Abende...

Während hier Sinn des Spiels die Gemeinnützigkeit ist und das Treffen von Gleichgesinnten als Höhepunkt dörflicher Gemeinschaften im Vordergrund stehen, wird jenseits der Landesgrenze, z.B. in der Bingo-Halle im dänischen Jejsing die professionelle Linie, das Spiel um Geld, bevorzugt. Gut organisiert und mit der Möglichkeit von vorherigen Platzreservierungen werden aus dem Gebiet der Westküste Schleswig-Holsteins ganze Busladungen mit Spielern hierher gebracht, die alle auf das große und das schnelle Geld hoffen und trotz der hohen Einsätze auf die Karten oftmals vergeblich hoffen – ein nicht ganz ungefährliches Geschäft mit dem Glück.

Ob mit Kugel-Automaten oder Beutel - Bingo in Familie bringt Spaß

Es ist schon den Versuch wert, die eigenen Kinder einmal zum gemeinsamen Bingo-Spiel an den Tisch der Familie zu bekommen, Ob man die Kugeln aus dem Beutel nimmt oder mit Hilfe eines Kugel-Automaten zieht, ist dabei vollkommen nebensächlich.

Wie bei den „Großen“ gibt es auch hier für jeden Mitspieler eine oder zwei Bingo-Karten. Es kann ruhig ein Kind einmal die Aufgabe des „Callers“ übernehmen, was einen zusätzlichen Anreiz darstellt, denn schließlich möchte dieses ja auch die eigene Karte kontrollieren und das geht dann nicht so ganz schnell. Wer als erster die vorgegebene

Reihen ausgefüllt hat und dessen Zahlen damit alle schon aufgerufen wurden, ruft BINGO. Nach Kontrolle der Zahlen wird dann der Gewinn vergeben.

Beste Erfahrungen wurden dabei zum Weihnachtsfest zur Überbrückung der Zeit bis zur Bescherung und auch bei Kindergeburtstagen gemacht.

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