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Auf eine Zeitreise im Friesen-Museum Niebüll

Nordsee-Museum

Etwas versteckt und parallel zur Hauptstraße/Deezbüller Straße befindet sich im Osterweg in Niebüll ein liebevoll erhaltenes und gepflegtes Gebäude, dem man sein Alter auf den ersten Blick gar nicht unbedingt ansieht – das Friesische Museum oder, wie es kurz genannt wird, das Friesen-Museum.

Unverändert in seinem ursprünglichen Aussehen und seiner Lage steht das Museumsgebäude seit rund 200 Jahren am Ortsrand des früheren Dorfes Deezbüll, heute einem Ortsteil der Stadt Niebüll.

Nordfriesische Geschichte hautnah erleben

Einst als Bauernhaus eines etwa 20 ha großen landwirtschaftlichen Betriebes errichtet, dient es seit 1929 als nordfriesisches Heimatmuseum. Seither ist es Eigentum des bereits 1879 gegründeten "Friesischen Vereins für Niebüll, Deezbüll und Umgebung", der, begünstigt durch Spenden, damals dieses Haus kaufen konnte.

Seinerzeit als ein typisch nordfriesischer landwirtschaftlicher Winkelbau errichtet, schloss sich ursprünglich eine 23 Meter lange Scheune an das Gebäude an, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges abgebrochen werden musste. So präsentiert sich das Haus in seiner heutigen Form als charakteristisches friesisches Langhaus in einer Länge von 27,40 m und einer Breite von 8,70 errichtet in einer sogenannten Ständerbauweise, wie es in den Uthlanden (d.h. in jenen Gebieten, die ursprünglich nicht durch Deiche gesichert waren) typisch war und ist.

Das "uthlandfriesiche Langhaus" – Trutz und Schutz gegen Sturmfluten

Der Begriff „Ständerbauweise“ geht darauf zurück, dass das hölzernen Gerüst des Hauses, die Ständer, Balken und Sparren aus festem Eichenholz besteht und diese Konstruktion so errichtet wurde, dass sie stehen bleibt, wenn bei einer Sturmflut die Mauern vom Wasser eingedrückt werden. Wenig verständlich vielleicht heute, wenn man weiß, dass die Entfernung zur Nordsee gute 12 km beträgt, aber nachvollziehbar, wenn man berücksichtigt, dass Niebüll in früheren Jahren einen wesentlich geringeren Abstand zur See hatte und z.B. die heute als Naturbad genutzte

Bade-Wehle am westlichen Stadtrand Niebülls um 1600 nach einem Deichbruch entstand.

Das Haus selbst besitzt ein sehr hohes Reetdach, dessen Firstrichtung von Osten nach Westen verläuft und gleichzeitig der Richtung des durchgehenden Flures entspricht, durch den das Innere des Hauses in einen Wirtschaftsteil (rechts/östlich) und den Wohnbereich (links/westlich) geteilt ist. Diese Bauweise ist typisch, um dem meist aus West kommenden Wind eine möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten. Die Eingänge zu Stall und Wohnräumen befinden sich im windgeschützten Süden.

Über der Südtür befindet sich die Supraporte, der gemauerte Giebel mit Dachluke und Sonnenuhr.

Der hochgemauerte Giebel über der Südtür diente insbesondere der Sicherheit der Bewohner: Bei einem Feuer konnte das brennende Reet des Daches nicht direkt vor die Eingangstür rutschen, sondern durch den Giebel gelenkt nach rechts und links davon herabfallen. Der Rettungsweg blieb somit stets frei.

So lebte man hier – Besuch in der nordfriesischen Vergangenheit

In dem typischen reetgedeckten „uthlandfriesischen Langhaus“ fühlt man sich schnell in die Vergangenheit zurückversetzt. Hier erhält man einen anschaulichen Eindruck davon, wie Menschen in früheren Zeiten ihren Alltag bestritten und wie sich ihre Kultur entwickelte.

Das Museum zeigt, wie die Friesen vor der Zeit der Industrialisierung ihre Häuser bauten, darin wohnten und wirtschafteten und im Laufe der Jahrhunderte ihre typische Volkskultur entwickelten. Die Ausstellung gibt Auskunft darüber, wie das nordfriesische Bauernhaus eingerichtet war, angefangen bei den Möbeln bis hin zum Hausrat, den landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten und allen Dingen, die im alltäglichen Leben und Wirtschaften von Bedeutung waren.

Dazu ist es sicher auch interessant zu wissen, dass Deezbüll, der heutige Stadtteil Niebülls, früher eine Fischer- und Kleinbauernsiedlung war und die Deezbüller seit Jahrhunderten gesuchte Handwerker waren.

Wer sich also ein wenig für die Geschichte und die Geschichten seiner Urlaubsregion interessiert, dem sei hiermit ein Besuch des „Friesenmuseums“ ausdrücklich empfohlen.

 

Anschrift:

Friesisches Museum ,Osterweg 76, 25899 Niebüll

 

Öffnungszeiten:
Juni - September täglich von 14:00 - 16:00 Uhr

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