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HENRY MOORE – Kunstausstellung diesseits und jenseits der Grenze

Bronzeplastik Emil Nolde Museum

Angesichte der Wetterkapriolen des gegenwärtigen sogenannten Sommers  kann man  gerne einmal den plattdeutschen Ausspruch  zitieren: „Wat den een sien Uhl, is den annern sien Nachtigal“. Will heißen, den einen ärgert’s, den anderen freut’s.

Und für diejenigen, die auch mit diesem Wetter etwas anzufangen wissen, zum Beispiel um mal wieder ein Museum oder eine  Kunstausstellung zu besuchen, gibt es eine wohl fast sensationelle Nachricht: Renommierten kulturellen Einrichtungen auf beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze ist es gelungen, eine Ausstellung zu organisieren, die kunstbegeisterten und kunstinteressieren Menschen vor Begeisterung einen kleinen Schauer über den Rücken jagen dürfte: Eine Ausstellung mit Werken des englischen Bildhauers, Malers und Zeichners Henry Moore (* 30. Juli 1898; † 31. August 1986).  Moore  wurde besonders  bekannt mit seinen großen, abstrakten Skulpturen, die heute weltweit ausgestellt sind. Die Arbeiten sind meist Abstraktionen des menschlichen Körpers, typischerweise als „Mutter und Kind“ oder als „ruhende Figur“.

 

„Henry Moore. Die Grenze zum Norden“ – Die Ausstellung im Kunstmuseum Tønder

Das Kunstmuseum Tønder in seiner direkten Nähe zum Wasserturm, dem markanten Wahrzeichen der Innenstadt, ist ein sehr schönes Museum mit ohnehin vielen interessanten und sehenswerten Ausstellungstücken. In dem hellen, freundlichen Gebäude, das aus dem Jahre 1999 stammt, hat man es sich zur Aufgabe gemacht, Wissen über Strömungen und Tendenzen in der nordeuropäischen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts  mit Schwerpunkt auf dänische und nordische Kunst zu verbreiten.

Und nun eine Sonderausstellung, die hier noch bis zum 3. Dezember 2017 Werke aus dem Schaffen des legendären britischen Künstlers Henry Moore zeigt. Moore war wohl der erste britische Künstler, der bereits zu Lebzeiten weltweit berühmt war. Sein Werk gilt als Symbol für die Nachkriegsmoderne sowie als Auslöser für die Renaissance der britischen Bildhauerei. Seine Fähigkeit, dem Humanismus in unserer Zeit neue Ausdrucksformen zu eröffnen, hat die Bildhauerei des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Tønder umfasst insgesamt  90 Exponate. Neben zahlreichen Skulpturen, Zeichnungen und Druckgrafiken  werden hier auch erstmals die 2016 erworbenen 28 Grafiken von Moore gezeigt – eingefasst  in seine originalen Holzrahmen. Mit ausgestellten Stoffentwürfen, Textilien und Textildesign kommt auch die Mode nicht zu kurz. Es sind Modelle aus der Februar-Kollektion 2017 des Modehauses „Burberry’s Makers House“ zu sehen, die durch und mit seinen Kunstwerken inspiriert und beeinflusst wurden.

Und ein Mittelpunkt der Ausstellung ist hier ganz sicher die monumentale und trotzdem so elegante  „Liegenden Figur“ aus dem Jahr 1969, die mit ihrer Ausdehnung von über drei Metern hier einen angemessenen Raum gefunden hat.

Gelungen ist eine Exposition, die sich hinter einer Ausstellung in einer Großstadt nicht verstecken muss und die unbedingt einen Besuch wert ist  (Geöffnet  täglich  von 10 Uhr bis 17 Uhr - außer  montags).

 

Henry Moore – eine gemeinsame Schau in zwei Museen

Eine Fortsetzung der Ausstellung gibt es für Interessierte gute 10 Kilometer weiter südlich auf der deutschen Seite der Grenze: Im wunderschönen Garten der „Nolde Stiftung Seebüll“ wurde eine Anregung aus Tønder aufgenommen, zum Thema Henry Moore eine gemeinsamen Ausstellung zu gestalten. Eine echte Premiere, denn es ist das erste Mal in der Geschichte der Stiftung, dass ein anderer Künstler als Nolde hier seinen Auftritt haben darf.

 

„Emil Nolde trifft Henry Moore” – Die Ausstellung in Seebüll

Und das Großartige ist nicht nur eine tolle Zusammenarbeit der beiden renommierten Häuser in Seebüll und in Tønder: Für die Stiftung Seebüll ist die Ausstellung von  vier der sogenannten „Working Models“ von Henry Moore aus Bronze, die sich harmonisch in Noldes Künstlergarten einfügen, eine absolute Premiere: Anlässlich des 150. Geburtstages von Emil Nolde öffnet sich die Stiftung erstmalig in ihrer 61-jährigen Geschichte einem anderen Künstler. Die hier ausgestellten vier verschiedenen Plastiken sind sogenannte Arbeitsmodelle, die Henry Moore  für seine monumentalen Plastiken dienten. Dabei werden die Besucher feststellen, dass Moore’s Plastiken einen Kontrast zum Werk Noldes darstellen und dieses gleichzeitig auch ergänzen. Beide haben für ihre Arbeiten die menschliche Figur zum Hauptmotiv gewählt und in ihrem Streben, die Figur darzustellen, treffen sich die beiden überragenden Künstler.

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