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Leuchttuerme

Leuchtturm

Der Leuchtturm – Maritimes Wahrzeichen an Nordfrieslands Küste

Wie überall an den Küsten, auf vorgelagerten Inseln, an Meeresbuchten und Meerengen oder an Flussmündungen gehören Leuchttürme auch an der Westküste Nordfrieslands zum maritimen Erscheinungsbild wie der ewige Wellenschlag oder das Gekreische der Möwen. Sie sind Symbole der Seefahrt und beliebte Fotomotive, ihre Ansicht findet sich auf Karten und Kalendern und sie stehen als Keramikmodelle für Urlaubsmitbringsel in den Shops der Touristenzentren. Man kann auf vielen Leuchttürmen von den Aussichtsplattformen einen weiten Blick auf die See und das Umland genießen und Paare können heute sogar auf einigen Leuchttürmen nach der Trauung in luftiger Höhe ihren gemeinsamen Weg ins Leben beginnen.

Leuchttuerme gehören zu den ältesten Seezeichen

Seit es die Seefahrt gibt, haben die Menschen Mittel und Wege gesucht, besonders in küstennahen Gewässern mit ihren Untiefen, mit ihren gefährlichen Klippen und den Hafeneinfahrten insbesondere in der Nacht

die Navigation zu verbessern. Hierzu ersann man die Leuchtfeuer. Zwei Leuchttürme der Antike, der legendäre Koloss von Rhodos - die riesige Statue soll in einer Hand eine Fackel getragen haben - und der Leuchtturm auf der Insel Pharos vor Alexandria, der 279 v. Chr. entstand – sind noch heute als zwei der sieben Weltwunder bekannt.

Leuchttürme erfüllten jedoch auch für die Orientierung am Tag ihren Zweck für die Schiffsführung: Als Landmarke - möglichst hoch und was eignete sich hierfür besser als die Bauform eines Turmes – gaben sie Hilfe für den Kurs und die Positionsbestimmung der Schiffe auf See. Als feste Seezeichen und Wahrzeichen standen und stehen sie für eine sichere Heimkehr von beschwerlichen Reisen und als majestätische Wachposten an den Küsten.

Leuchttürme – nur die bekannteste Form der Leuchtfeuer

Unter einem Leuchtturm können sich auch die „Landratten“, die Urlauber und Touristen an unseren Küsten von Nord- und Ostsee, etwas vorstellen. Mit dem Begriff Leuchtturm assoziiert man so berühmte Türme wie „Westerheversand“ auf der Halbinsel Eidersted, der besonders durch die Fernsehwerbung für das Jever-Bier bekannt wurde oder dem quadratischen „Schinkelturm“ aus rotem Backstein auf Kap Arkona auf der Insel Rügen oder dem rot-weiß geringelte Leuchtturm von Hörnum auf Sylt. Und man verbindet mit einem Leuchtturm die gleichmäßig langen Lichtstrahlen in der Nacht, die weit über das Meer und das Land leuchten - bei großen, hoch gelegenen Leuchttürmen und optimalen Sichtverhältnissen sogar mit einer Reichweite des Lichtstrahls von 50 bis 60 km.

Aber Leuchttürme sind doch nur eine, wenn wohl auch die bekannteste, Art der Leuchtfeuer, die als Oberbegriff für lichtgebende Einrichtungen zur sicheren Navigation der Seefahrt an den Meeresküsten dienen. Neben den Leuchttürmen gehören dazu die Feuerschiffe, befeuerte Großtonnen, Leuchttonnen an den Einfahrten von Fahrrinnen und Gefahrenstellen, sogenannte Leitfeuer mit farbigen Sektoren, Molen- und Richtfeuer, Quermarkenfeuer und die Befeuerung von Hafeneinfahrten, Piers, Anlegern und Kais.

Durch die unterschiedlichen Kennungen, dem typischen Verlauf von Lichterscheinung und Verdunklung des Lichtes in einer bestimmten Zeitspanne, sowie den Farben der Feuer wird dem Seefahrer das sichere Navigieren in den Revieren auch bei Nacht ermöglicht.

Anmutige, romantische Bauwerke und ausgesprochen fotogen

Nun sollte man auf keinen Fall die Wichtigkeit der verschiedenen Leuchtfeuerarten in ihrer Gesamtheit für die Schifffahrt unterschätzen, doch Leuchttürme bleiben nach wie vor die beliebtesten Fotomotive an den Küsten. Umgeben von tosenden Brandungen auf den Felsen und Klippen, umgeben von Nebelschwaden an den Stränden, eingetaucht in das Licht von auf- oder untergehender Sonne oder einfach als Bauwerk inmitten saftiger grüner Wiesen – sie vermitteln dem Betrachter Sehnsüchte von Einsamkeit und Meer und mit ihren geheimnisvollen Blitz- und Blinkzeichen und den weit auf das Meer hinausreichenden Lichtstrahlen gleichermaßen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Auch mit dem Wissen, dass mit der heutigen elektronisch gestützten Navigation über GPS die Leuchttürme nur noch in den wenigsten Fällen ihre langen Lichtbündel zur Orientierung und Standortbestimmung aussenden, sondern vielmehr als Leitfeuer- und/oder Quermarkenfeuer mit ihren farbigen Sektorenfeuer als Orientierungsfeuer für das das sichere Navigieren in verschiedenen Revieren, Seewasserstraßen und Hafeneinfahrten zuständig sind, haben sie weder an Bedeutung noch an einer romantischen Ausstrahlung verloren. Und die romantische Einstellung der Betrachter gegenüber den Leuchttürmen hat sich wohl auch kaum dadurch verändert, dass es heute mit der Automatisierung ihres Betriebes keine Leuchtturmwärter mehr gibt: Offiziell als Leuchtfeuerwärter bezeichnet wurden sie in der ehemaligen DDR bereits ab 1979 und in den alten Bundesländern ab 1986 komplett durch die Fernsteuerung über die zuständigen Revierzentralen ersetzt.

Fiktive Reise zu den Leuchttürmen an der Westküste Nordfrieslands

Die Küstenlinien im Westen Nordfrieslands sind aufgrund des flach ansteigenden Wassers, der vielen ausgedehnten Sandbänke und des durch Ebbe und Flut beeinflussten Wattenmeeres sowie durch die vorgelagerten nordfriesischen Inseln und Halligen für die Schifffahrt von der Navigation her sehr anspruchsvoll. Diesem Umstand ist es insbesondere zu verdanken, dass auch hier, zusammen mit den Leuchttürmen, ein kompliziertes Leuchtfeuernetz mit zahlreichen, bis weit in das Landesinnere reichenden Richt- und Querfeueranlagen geschaffen wurde. Für unsere Heimat stellen sie bis heute wichtige Kultur- und Industriedenkmäler dar, deren Feuerträger der Türme und teilweise auch ihre Wärterhäuser unter Denkmalschutz stehen.

Halbinsel Eiderstedt

Auf einer fiktiven Reise an der Nordfriesischen Küste von Süden nach Norden finden wir auf der Deichkrone in St. Peter-Böhl auf der Halbinsel Eiderstedt einen Leuchtturm, einen Ziegelturm, der mit rotbraunen Hartbrandklinkern 1892 errichtet wurde. Er wurde zunächst nur als Bake für die Tagesorientierung errichtet und bekam 1914 ein schwarzes Laternenhaus aus Gusseisen mit spitzem Kupferdach, um damit seither als Quermarken- und Orientierungsfeuer den Richtungswechsel für das Fahrwasser „Eider“ auch nachts anzuzeigen.

Ebenfalls auf der Halbinsel Eiderstedt und praktisch in Sichtweite von St. Peter-Böhl befindet sich der Leuchtturm Westerheversand, der wohl das Wahrzeichen von Schleswig-Holstein und auch der bekannteste Leuchtturm an der Westküste ist. Von der Bauart her ebenfalls zwar ein Leuchtturm trägt er ein Leuchtfeuer als See-, Leit- und Quermarkenfeuer für die Zufahrt zum Heverstrom. In Betrieb seit 26. Mai 1908, gut 41,5 Meter hoch, neun Stockwerke, mit einer eine umlaufenden Aussichtsplattform in 37 Meter Höhe, zu der 157 schmalen Stufen hinauf führen und von der aus man einen herrlichen Blick über das Wattenmeer und Eiderstedt hat. Auf der der vierten Ebene gibt es ein Hochzeitszimmer, in dem sich Heiratswillige in maritimer Kulisse und luftiger Höhe das offizielle Ja-Wort geben können. Eine große Hochzeitsgesellschaft findet dort allerdings keinen Platz: Maximal elf Personen dürfen das Bauwerk gleichzeitig betreten. Neben der bundesweit bekannten Bierwerbung für „Jever Pils“ wurde mit dem Motiv dieses Leuchtturms von der Deutschen Post AG am 07. Juli 2005 eine 55 Cent Sonderbriefmarke herausgegeben (Mi.-Nr. DD2474)

Nordseeinsel Pellworm

Weiter nördlich, auf der Südseite der Insel Pellworm, hinter dem Seedeich, befindet sich ein weiterer Leuchtturm, der seit 1907 in Betrieb ist und heute ein Leit- und Quermarkenfeuer trägt, das mit einer Lichtkanone erzeugt wird und das Fahrwasser durch die Norderhever markiert. Die Bauwerkhöhe beträgt 41,5 Meter und wie bereits der Westerhever Leuchtturm und auch der Leuchtturm von Hörnum auf Sylt wurde der Turm aus vorgefertigten und miteinander verschraubten Gusseisenelementen zeitgleich errichtet.

In dem roten Turm mit dem weißen Band kann seit 1998 ebenfalls geheiratet werden, womit sich der Turm in die Riege der nordfriesischen Leuchttürme (Westerhever, Amrum und Hörnum auf Sylt) einreiht, in denen sich Paare ganz weit oben mit einem eindrucksvollen Ausblick das „Ja-Wort“ geben können. Bei einer Terminvereinbarung beim Kur- und Tourismusservice der Insel kann der Leuchtturm montags und dienstags mit max. 10 Personen besichtigt werden.

Leuchttuerme auf den Halligen Langneß und Odland

Weiter auf dem Weg nach Norden befindet sich das Leuchtfeuer Nordmarsch, ein Leuchtturm, der ebenfalls ein Leit- und Quermarkenfeuer trägt, ein rotbrauner Ziegelturm am westlichen Ende der Hallig Langneß, errichtet auf der nicht mehr bewohnten alten Peterswarft. Der 1902 in Betrieb genommene Turm mit einer Bauwerkhöhe von 11,5 Meter sendet sein Blinkfeuer aus einer Feuerhöhe von 13 Meter im Takt von jeweils 3 Sekunden zur Kennzeichnung des Fahrwassers „Süderaue“ zwischen Langeneß und Hallig Hooge. Eine Besichtigung dieses Turms ist nicht möglich.

Den nächsten Leuchtturm auf unserer Route gen Norden kann man mit Fug und Recht sogar als Doppel-Rekord-Leuchtturm bezeichnen: Der Leuchtturm der Hallig Oland ist mit seiner Höhe von nur 7,45 Meter Höhe der wohl kleinste seiner Art in ganz Europa und einen Leuchtturm mit Reetdach, wie hier, gibt es offenbar sogar nur ein einziges Mal auf der Welt. 1929 wurde der kleine Reetdach-Turm gebaut. Sein Feuer markiert die Föhrer Ley und das Dagebüller Fahrwasser – es weist den Schiffen den Weg von Föhr bis zum Hafen Dagebüll.

Nordseeinsel Amrum

Auf der Insel Amrum befindet neben anderen ansehenswerten Leuchtfeuern eines der Wahrzeichen der Insel schlechthin – der Amrumer Leuchtturm. Zum einen ist er mit seiner Bauwerkshöhe von 41,8 Meter der höchste Leuchtturm an der deutschen Nordseeküste und zum anderen ist er der erste unter deutscher Regierung an der nordfriesischen Küste gebaute Leuchtturm – im November 1874 wurde er fertiggestellt und seit 1. Januar 1875 in Betrieb. Errichtet wurde er auf einer 25 Meter hohen Düne im Südteil der Insel, was zu einer Feuerhöhe von 63 Meter führt. Seine Kennung, ein Blitz von weniger als 0,7 Sekunden Dauer, erscheint alle 7,5 Sekunden und reicht über eine Entfernung von 23,3Seemeilen, also rund 43 Kilometer. Der Leuchtturm kann in den Sommermonaten von montags bis freitags von 8.30 - 12.30 Uhr bestiegen und besichtigt werden. Vom Fuß der Düne bis zum Aussichtsplattform führen 297 Stufen, davon 172 Stufen im Turm. Heiratswilligen Brautpaaren bietet der Leuchtturm eine außergewöhnliche Kulisse für die Eheschließung.

All‘ diese markanten Merkmale brachten natürlich einen Platz auf Sonderbriefmarken der Deutschen Post AG: In der Serie „Post“ mit dem Thema Briefzustellung in Deutschland erschien 2005 eine Marke, die die Zustellung per Postfahrrad in Norddeutschland darstellt, im Hintergrund ist der Leuchtturm Amrum zu erkennen (Mi.-Nr. DD2447). Eine weitere Sonderbriefmarke mit dem Amrumer Leuchtturm erschien am 3. Juli 2008 (Mi.-Nr. DD2678)

Flankiert wird der „Große Amrumer“ auf der Insel durch das Leuchtfeuer Wittdün, das bereits 1988 wegen Fahrwasserverlagerung gelöscht wurde. Von einem Richtfeuer, das ebenfalls 2009 gelöscht wurde befindet sich heute noch das Unterfeuer mitten im Wintergarten eines Restaurants am Bootshafen in Wittdün.

Ein markanter, etwas klobig aussehender roter Turm mit weißer „Bauchbinde“ befindet sich auf der Insel im Süden der Gemeinde Nebel:

Seit Dezember 1983 dient er als Leitfeuer Nebel und führt mit seinem rot-weiß-grünen Sektoren aus 16 Meter Höhe die Schiffe durch das Fahrwasser der Norderaue, einem Wattstrom im Wattenmeer der Nordsee, dessen Fahrwasser vom südöstlich der Insel Amrum gelegenen Rütergat zwischen der Insel Föhr und der Hallig Langeneß nordöstlich bis nach Dagebüll und Südwesthörn verläuft.

Ebenfalls auf Amrum ist seit seit 4. Mai 1906 das Leit-, Orientierungs- und Quermarkenfeuer Norddorf in Betrieb. Im nordwestlichen Teil der Insel, am östlichen Rand des Kniepsandes, dient auf einem gusseiserner Turm in einer Feuerhöhe von 22 Meter als Leit- und Quermarkenfeuer für das Fahrwasser "Vortrapptief" und ein zweiter Leitsektor zur Einsteuerung in den Hafen von Hörnum auf Sylt.

Auf der flächenmäßig fast viermal größeren „Schwester“ der Insel Amrum, auf Föhr, der „Friesischen Karibik“, finden wir auf unserer Leuchtturm-Tour zwei dieser Bauwerke: Da ist einmal auf der Südseite, ca. 400 Meter vom Strand entfernt, das Leuchtfeuer Nieblum, baugleich mit dem Leuchtturm von Nebel auf Amrum – ein runder, roter Aluminiumturm mit weißem Band, einer roten Galerie und rotem Laternenhaus. Das Leitfeuer führt aus einer Höhe von 11 Meter die Schifffahrt durch das Fahrwasser „Rütergat“ zwischen der offenen Nordsee und den Inseln Amrum und Föhr, in dem die Strömung besonders stark ist.

Das Leuchtfeuer Olhörn ist ein seit Dezember 1953 in Betrieb befindliches Quermarkenfeuer für das Fahrwasser „Dagebüll, Norderaue und Föhrer Ley“ zwischen den Inseln Föhr und Amrum sowie dem Festlandshafen Dagebüll. Direkt am Promenadenweg, im süd-östlichen Teil der Insel Föhr gelegen, befindet sich der quadratische Turm mit einer Feuerhöhe von 10 Meter, dessen Fassade mit rot-braunen Klinkern verkleidet ist. Auf der (nicht für Besucher) begehbaren Plattform steht ein weißes, rundes Laternenhaus aus Stahl mit einem weiß lackierten Kupferdach.

Dagebüll Nordfriesisches Festland

Der Besuch des nächsten Leuchtfeuers führt uns zurück auf das Festland. Bei einer Fahrt mit der Fähre von Föhr nach Dagebüll bei Dunkelheit wird dem aufmerksamen Beobachter, wenn er sich nicht nur im gastronomischen Bereich aufhält, bei der Ansteuerung des Hafens ein Licht auffallen, das sich zwischen weißer, roter und grüner Farbe verändert – es handelt sich hier um das Leitfeuer Dagebüll-Hafen, installiert auf einem schmucklosen Mast auf der Mole, direkt am Fährhafen, von wo in 23 Meter Höhe ein Präzisionssektorenfeuer den Schiffen den Weg durch die enge Zufahrt in den Hafen von Dagebüll weist.

Aber es gibt hier auch noch den Leuchtturm Dagebüll: Etwas 800 Meter ostsüdöstlich vom Hafen, am Außendeich beim Betriebshof der Halligbahn Dagebüll–Oland–Langeneß, befindet sich ein 1929 errichteter Backsteinturm. Einst diente er als Unterfeuer der Richtfeuerlinie Dagebüll, diese wurde aber wegen der morphologischen Verlagerung des Fahrwassers im Juni 1988 gelöscht und der 21 m hohe Stahlgittermast des Oberfeuers abgerissen. Der Leuchtturm ist seit 2009 in Privatbesitz und wurde zu einem Mini-Hotel mit Platz für zwei Personen umgebaut. Im Inneren wurde ein Stahlgerüst mit drei Ebenen eingebaut; insgesamt befinden sich fünf Ebenen im Turm: Pool und Sanitärbereich, Schlafebene, oben die Sitzebene, sowie zwei Zwischenebenen, alles über 48 Stufen erreichbar.

Nordseeinsel Sylt

Sylt - Hörnum

Auf unserer Sightseeing-Tour zu den Leuchtfeuern an der Westküste Nordfrieslands kommen wir nun zur letzten Etappe – auf die Insel Sylt. Im Süden der Insel dient der rot-weiß gestreifte Leuchtturm Hörnum seit 1907 als Ansteuerungshilfe durch das gefährliche Vortrapptief in den Hafen. Mit seinem kleinen Wärterhäuschen ist der Leuchtturm heute das älteste Gebäude Hörnums. Zwischen 1918 und 1930 war er sogar Klassenzimmer für Sylter Schüler in einer luftigen Höhe von 30 Metern.

Er ist etwa baugleich mit den Leuchttürmen Büsum, Pellworm und Westerheversand und ist auf Sylt der einzige Leuchtturm, der besichtigt werden kann. Unter der Laterne ist ein Ausstieg zur Aussichtsplattform mit Rundbalkon, darunter befindet sich der Elektronikraum. In 25 Meter Höhe befindet sich das Standesamt Hörnum, in dem sich Heiratswillige zwischen April und Oktober in luftiger Höhe das Ja-Wort geben, wenn sie für die Leuchtturm-Trauung etwas über 300 Euro hinblättern. Am 12.07.2007 gab die Deutsche Post AG eine 55 Cent-Sonderbriefmarke mit dem Motiv des Hörnumer Leuchtturms heraus (Mi.-Nr. DD2613)

Sylt Kampen

Den nächsten Leuchtturm auf unserer Tour finden wir in der Nähe von Kampen, dem wohl bekanntesten Dorf in Deutschland. Promis aus Wirtschaft, Politik und Kultur geben sich in dem kleinen Ort ein Stelldichein und genießen den Luxus der Nordseeinsel. Dazu passt, dass das südlich des Ortes befindliche Leuchtfeuer Kampen als Sylts schönster Leuchtturm bezeichnet wird. Seit 1. März 1856 in Betrieb wurde er noch unter dänischer Herrschaft im Auftrag des Königs Frederik VII. errichtet.

Aus einer Feuerhöhe von 62 Metern sendet er seine Lichtstrahlen von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang über das Meer, die Heide und die Dünen, die bei guter Sicht eine Reichweite von 21 Seemeilen (rund 38 Kilometer) haben. Der Leuchtturm kann leider nur von außen bestaunt werden, aber auch das lohnt, denn die seit 1953 erfolgte Farbgebung mit einer schwarzen Bauchbinde auf weißem Grund ist für Leuchttürme wohl recht ungewöhnlich. Das wurde durch die Deutsche Post AG dadurch gewürdigt, dass er als Motiv für eine 70 Cent Briefmarke gewählt wurde, die am 7. Juli 2016 herausgegeben wurde (Mi.-Nr. DD3253)

Sylt Rotes Kliff

Diese Tour kann man sehr gut zu einem Abstecher zum etwa 2 Kilometer weiter nordwestlich befindlichen Quermarkenfeuer Rotes Kliff in den Dünen an der Westküste Sylts nutzen. Der rotbraune, achteckige Ziegelturm mit seiner weißen, runden Laterne fungierte von 1913 bis 1974 als Quermarkenfeuer und warnte aus einer Feuerhöhe von 24 Meter die Schiffe vor einer Sandbank in der Einfahrt zum Lister Tief. Nach der Löschung des Feuers übernahm diese Aufgabe das Leuchtfeuer Kampen mit einem roten Sektor. 1978 wurde der Turm von der Gemeinde Kampen erworben und von 1993 bis 1994 aufwendig restauriert. Nachts wird der Turm durch Scheinwerfer angestrahlt und dient der Schifffahrt heute nur noch als Tagessichtmarke.

Sylt Ellenbogen

Am nördlichen Ende der Insel Sylt – auf dem Ellenbogen – endet die Leuchtturm-Tour entlang der Westküste Nordfrieslands: Hier wurde in den Jahre 1856/57, also noch unter dänischer Herrschaft, in der Gemeinde List das Westfeuer und das Ostfeuer errichtet. Die beiden Leuchtfeuer stehen in einer Dünenkette, die unter Naturschutz steht und über eine ca. 5 km lange, für Kraftfahrzeuge mautpflichtige Privatstraße, erreichbar ist.

Dabei kann das Leuchtfeuer List-West für sich reklamieren, dass es sich hier um das das nördlichste Gebäude Deutschlands handelt. Der eiserne Turm mit weißem Anstrich und roter Kuppe erreicht eine Gesamthöhe von 19 Metern und dient seit dem 1. Januar 1858 als Leit- und Orientierungsfeuer. Das Leuchtfeuer fungiert dabei als Orientierungsfeuer für das „Lister Tief“ und der weiße Leitsektor führt durch das „Römö Tief“ (Rømø-Dyb). Der Leuchtturm hat kein rotes Band und ist dadurch von seinem Zwillingsturm, dem Leuchtfeuer List-Ost leicht zu unterscheiden. Dieser Turm, der in 22 Meter Höhe ein Leit- und Quermarkenfeuer für das Fahrwasser „Lister-Tief“ mit einem Leitsektor für das „Hoyer Dyp“ trägt, ist rund 2,7 Kilometer östlich vom Westfeuer aufgestellt worden, liegt aber geographisch einige Meter weiter südlich und ist damit der zweitnördlichste Leuchtturm Deutschlands. Ebenfalls seit 1. Januar 1859 in Betrieb trägt der weiße Turm ein rotes Band und eine rote Laterne. Beide Leuchttürme auf dem Lister Ellenbogen sind nicht öffentlich zugänglich.

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