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Tausende gefiederte Gäste im Wattenmeer

Ringelgänse auf dem Weg nach Sibirien

Ringelgänse

Sie legen hier einen Zwischenstopp auf ihrem Flug aus den wintermilden Gebieten Nordfrankreichs und Englands zu den Brutgebieten in Nordsibirien im Gebiet der Taimyr-Halbinsel und in Ostsibirien im Bereich der Wrangel-Insel und der Bering-Straße ein.

Rasten und Fressen für Kraftreserven und Fettpolster
Den Zwischenstopp an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste nutzen die Ringelgänse hauptsächlich dafür, sich für den Langstreckenflug ein Fettpolster anzufressen. Der Weg von den Überwinterungsgebieten zu den Brutplätzen beträgt rund 4000 Kilometer und außer im Wattenmeer vor der nordfriesischen Nordseeküste wird nur noch ein zweiter Stopp auf dieser Strecke eingelegt – im Norden Russlands am Weißen Meer. Arktische Gänse benötigen für den langen Flug in die Brutgebiete und für die anschließende, rund 65 Tage dauernde Brut- und Aufzuchtzeit sehr viel Energie. Die Fett- und Eiweißreserven fressen sich die Vögel noch vor dem Heimzug im April/Mai im Wattenmeer an.

Dabei können sie u.a. im Nösse-Koog auf Sylt, an der Ostseite der Insel Amrum sowie auf den nordfriesischen Halligen und den umliegenden Wattflächen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer besonders gut beobachtet werden. In diesen Gebieten sind die Ringelgänse täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit Fressen beschäftigt – eine für sie lebens- und überlebenswichtige Beschäftigung, denn nur ausreichend ernährte Ringelgänse haben die Chance, die Brutgebiete zu erreichen und den Nachwuchs erfolgreich aufzuziehen. Für den Start zum entbehrungsreichen „Langstreckenflug“ beträgt das optimale Gewicht etwa 1.700 Gramm, was nur erreicht werden kann, wenn der nur etwa entengroße Vogel innerhalb seines Zwischenstopps in unserer Region sein derzeitiges Gewicht um ca. 25 % vergrößern kann.

Touristenattraktion „Ringelganstage“
Der Appetit der Ringelgänse wird insbesondere von der Gras-, Kräuter-, Moos- und Flechtenvegetation sowie von Meerespflanzen gestillt. Aber auch die Gras- und Wintersaatflächen des Binnenlands werden gerne als Nahrungsangebote angenommen, wobei für die Landwirte hier teilweise immense Schäden entstehen. So ist es z.B. auf Flächen vorgekommen, dass die Vegetation in kürzester Zeit auf die Länge eines Englischen Rasens heruntergefressen wurde. Nach vielen Auseinandersetzungen zwischen Naturschutz, Landesregierung und den Bauern werden diese heute für die verursachten Fraß-Schäden entschädigt.


Trotz dieses Wermutstropfens stellen die großen Ansammlungen der Ringelgänse ein Naturschauspiel dar, was sich im Laufe der Jahre zu einem touristischen Höhepunkt entwickelt hat. Neben den Möglichkeiten für Vogelkundler und Vogelfreunde die Ringelgänse zu beobachten, die sich beim Fressen wenig oder kaum stören lassen, bieten die in diesem Jahr bereits zum 19. Mal stattfindenden „Ringelganstage“ eine Fülle von Veranstaltungen. Zu gut 100 Veranstaltungsterminen laden die Hallig-Gemeinden, die Naturschutzverbände sowie die Nationalparkverwaltung die großen und kleinen Gäste, die Vogelkenner und Vogelfreunde ein. Dazu gehören vielfältige Vorträge, Exkursionen, Ausflüge sowie Spiel- und Bastelaktionen genauso, wie einige Höhepunkte, so z.B. die Verleihung der „Goldenen Ringelgansfeder“ für Menschen, die sich um den Schutz der Ringelgänse auf Hallig Hooge verdient gemacht haben oder eine Ringelgans-Safari mit anschließendem Hallig-Frühstück auf Langeneß . Aber auch ganztägige Halligfahrten „Mit dem Schiff zu den Ringelgänsen“, ab Hafen Schlüttsiel werden angeboten. Und auch kulinarisch sind die Ringelgänse ein Motto, nämlich eine „Kulinarische Reise mit den Ringelgänsen“  im Krog auf der Hamburger Hallig – ein 3-Gänge-Menü mit Informationen zu den Ringelgänsen.

 

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