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Zur Steinzeit – Autobahn A 23/ Abfahrt Albersdorf

Steinzeit Hütte

Der Museumsbesuch als Teil Ihres Nordseeurlaubs

Eltern wissen, dass Kinder gerne fragen und gerne auch einmal bei ihren Fragen nachsetzen, z.B. „Wie war es hier früher?“ Zur Erklärung kommt man In Schleswig-Holstein dann ganz sicher auf Haithabu, das Handelszentrum der Wikinger vor den Toren der Stadt Schleswig oder der mittelalterlichen dänischen Grenzbefestigungsanlage, dem Danewerk. Und nach kindgerechter Erklärung des Lebens und Wirkens der Wikinger kommt jetzt die Frage „Und davor?“

Zur Beantwortung dieser Frage bietet sich natürlich ein Museumsbesuch an, z.B. hier in Schleswig Holstein das Archäologische Landesmuseum auf Schloss Gottorf in Schleswig, eine wahre Schatzkammer der norddeutschen Archäologie. Die hier in den Ausstellungen gezeigten Exponate geben einen Einblick in die Geschichte des Landes zwischen den Meeren – von 120.000 Jahre alte Faustkeilen der Neandertaler, über Jagdszenen aus der Steinzeit vor 11.000 Jahren sowie Exponate der Bronze- und Eisenzeit. Dazu gehören die mehr als 1.800 Jahre alten Moorleichen und natürlich das Nydamboot aus dem 3. Jahrhundert.

Aber ist ein Museumsbesuch immer das Richtige für Kinder? Hier heißt es oft, nicht zu laut zu sein, nicht drängeln, nicht herumrennen. Und vor allem: bloß nichts anfassen! Museen sind nicht unbedingt der natürliche Lebensraum für Kinder. Und die in den Vitrinen dargebotene Aneinanderreihung von verschiedenen Steinwerkzeugen beantwortet zwar die Frage nach dem „womit“, aber nicht unbedingt nach dem „wie“…

 

Ein Besuch bei den „Flintstones“ in Albersdorf

 

Eine Antwort auf das „wie“ kann man in der kleinen Gemeinde Albersdorf im Osten des Kreises Dithmarschen, ganz in der Nähe der Autobahn A 23 finden – im dortigen Steinzeitpark.

Bereits 1997 hatte man hier mit den „erste Erdbewegung“ zur Errichtung des Archäologisch-Ökologischen Zentrums Albersdorf (AÖZA) begonnen: Es wurden Wege gebaut, Knicks verschoben, in eine jungsteinzeitliche Landschaft passende Bäume gepflanzt, Hecken angelegt und Informationsschilder aufgestellt. Im Laufe der Zeit wurde hier auf einem ca. 40 Hektar großen Freigelände eine urgeschichtliche Kulturlandschaft der Zeit um 3.000 v. Chr. rekonstruiert. Das AÖZA mit dem Steinzeitpark hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf dem Gelände eine Kulturlandschaft wie vor rund 5000 Jahren in der Jungsteinzeit entstehen zu lassen. Und vor allem - für Besucher erlebbar zu machen. Das AÖZA will seinen Besuchern das Leben im steinzeitlichen Dorf vergegenwärtigen. Statt, wie in einem Museum, ausschließlich prunkvolle Funde zu präsentieren, wird hier ein weitestgehend lebendiger Eindruck von Landschaft, Ackerbau und Viehwirtschaft in einem Steinzeit-Dorf zum Anfassen vermittelt. Hier wird der Blick auf unsere Vorfahren, ihr Leben und ihre kulturellen Leistungen autentisch.

 

Steinzeitleben selbst erfahren

 

Um eben nicht den Charakter des musealen Aneinanderreihens von Exponaten der Steinzeit zu bedienen, ist das Konzept des AÖZA auf das das Erleben der Steinzeit und Leben in der Steinzeit durch immer wieder wechselnde Programmangebote ausgerichtet:

Umgeben von neun originalen archäologischen Denkmälern der Jungsteinsteinzeit und der Bronzezeit, wie z.B. dem „Brutkamp“ mit einem Umfang von knapp 10 m und einem Gewicht von ca. 23 Tonnen mit dem größten Deckstein eines solchen Denkmals in Schleswig-Holstein oder einem kleinen Dolmengrab im Albersdorfer Kurpark, dem Papenbusch, das aus der Zeit um 3300 v. Chr. Stammt und damit eines der ältesten Megalithgräber an der 'Westküste Schleswig-Holsteins ist, liegt das Steinzeitdorf.

In den nachgebauten und zum Teil „urgeschichtlich“ eingerichteten Häusern kann man hier die Lebensverhältnisse dieser ersten Ackerbauern und Viehzüchter an der schleswig-holsteinischen Westküste auf unmittelbare Weise erfahren. Auf der gesamten Fläche sind deshalb Stationen verteilt, an denen Jung und Alt auch selbständig verschiedene Dinge ausprobieren können. Je nach den angebotenen Programmen können hier sowohl Getreidekörner mit Steinen gemahlen werden, zu Teigfladen verarbeitet und in der Feuerstelle auf heißen Steinen gebacken werden. Aktionstage bieten u.a. Flintschlagen an, das Bearbeiten von Flint (Feuerstein) zu Werkzeugen der Steinzeit - zu messerscharfen Werkzeugen, wie Messer, Klingen, Sperrspitzen, Schabern oder zu einem Faustkeil. Oder man kann sich hier im Bogenschießen versuchen oder einmal selbst probieren, wie mühselig es ist/war, durch Reibung Wärme zu erzeugen und letztlich ein Feuer zu entfachen. Oder es wird getöpfert, man kann Tonperlen selbst herstellen und mit Lederschnüren zu Schmuck verarbeitet. Dabei wird für die Besucher deutlich, wie mühevoll und wie zeitaufwendig damals die Arbeit unserer Vorfahren war.

 

Begehbarer Grabhügel und Siedlung des letzten Steinzeitjägers

 

Um sich selbst einmal ein Bild von Großsteingräbern, Riesenbetten und Grabhügeln zu machen, wurde hier in Originalgröße ein begehbarer Grabhügel aus der Bronzezeit nachgebaut, in dem auch eine „Kinderspielhöhle“ zu finden ist – ein bundesweit einmaliges Angebot. Neu ist auch der steinzeitliche „ Barfußpfad“.

Vom 15.04.2017 bis zum 24.09.2017 lebt ein „Steinzeitjäger“ von Mittwoch bis Sonntag während der Öffnungszeiten im Steinzeitdorf und lädt alle Besucher dazu ein, ihre „Steinzeit-Tauglichkeit“ bei den genannten Tätigkeiten selbst einmal auszuprobieren.

Auf einem spannenden Rundwanderweg kann man sehr viel entdecken:

Er führt durch die verschiedene Epochen und originalgetreue Nachbauten eine rekonstruierte Siedlung aus der Jungsteinzeit mit mehreren Hütten sowie Originalfunde, einem Getreidespeicher, einem steinzeitlichen Kräutergarten, einer hölzernen Kultstätte und Feldern mit wildem Getreide vorbei an den hier frei weidenden alten Haustierrassen - wie Vielhornschafe, Parkrinder und Weideschweine, die das Gelände als eine halboffene Weidelandschaft erhalten. Ganz neu auf diesem Weg ist ein steinzeitlicher Versammlungsplatz - ein sogenanntes Erdwerk - das von Jugendlichen nachgebaut wurde.

 

Natürlich gib es hier auch ein Museum

 

Wer nun einen solchen intensiven Ausflug in die Steinzeit unternommen hat, der wird den Exponaten im Museum, das sich in Albersdorf in der Bahnhofstraße 29, direkt am Bahnhof und nur wenige Gehminuten vom Steinzeitpark entfernt, befindet, mit einem ganz anderen Interesse und viel größerer Aufmerksamkeit gegenüber stehen.

Das Bahnhofshotel von 1910 ist seit 2005 ein archäologisches Museum,

in dem Funde der eiszeitlichen Rentierjäger, Waffen der Steinzeitmenschen und die Burganlagen des Mittelalters zu bestaunen sind. In einem eigenen Ausstellungsbereich werden die prähistorischen Kult- und Bestattungssitten vorgestellt und eine Epoche dokumentiert, in der die Menschen als Jäger und Sammler ihrer Lebensweise nachgingen.

Aber auch hier wird auf das Anfassen und das persönliche Erleben gesetzt: Am Ausstellungsraum „Jungsteinzeit und Bronzezeit“ ist eine archäologische Werkbank angeschlossen, an der die Besucher selbst probieren können, wie man Felsgestein durchbohrt, wie man mit Feuerstein in Holz bohren kann, wie man Feuer macht und Getreide mahlt, oder wie man mit einer nachgebauten Lure, einem bronzezeitlichen Blasinstrumente, Musik macht – all‘ das ist natürlich für die jüngeren Besucher attraktiv.

Viele betreuten Werk- und Bastelprogramme können außerdem separat bei Anmeldung gebucht werden, so z.B. Schmuckherstellung mit Bernstein und anderen Naturmaterialien, Lederverarbeitung, Malen und Ritzen auf Schiefer.

Die „begleitenden“ Eltern können hier in der Zwischenzeit erfahren, wie sehr sich der Forschungsschwerpunkt der Archäologie in den letzten Jahrzehnten verändert hat: Es geht den Altertumsforschern heute nicht mehr so sehr um prunkvolle Funde, wie die schon 1860 entdeckten Albersdorfer Goldschalen, sondern vielmehr um eine möglichst komplette Rekonstruktion früherer Lebenswelten und deren Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Und das schlägt wieder einen Bogen zum Anliegen des Archäologisch-Ökologisches Zentrums, nämlich die Besiedlungsgeschichte der Region und ihre Beziehung zur Umwelt darzustellen – mit einer Nachinszenierung vom Flintabschlagplatz über die vorgeschichtlichen Felder und den Vierpfostenspeicher bis zum Schlafplatz mit seinen Einrichtungsobjekten zu dokumentieren, dass alles was sich hier im Schatten eines etwa 4.900 Jahre alten Grabhügels in der Gegend um Albersdorf befindet, nachweislich ein uraltes Siedlungsgebiet mit vielen originalen Spuren ist

 

Öffnungszeiten des Steinzeitdorfes

vom 28. 3. 2017 bis zum 28. 10. 2017

von Dienstag bis Sonntag täglich von 11 – 17 Uhr

Jeden Sonntag „Leben im Steinzeitdorf“ mit Mitmachaktionen.

Steinzeitpark Dithmarschen

Süderstr. 47, 25767 Albersdorf

Tel. 04835-971097

Neuigkeiten und Programminformationen http://steinzeitpark-albersdorf.de/ rel="nofollow"

 

Öffnungszeiten des Museums

von April bis Oktober

von Mittwoch bis Sonntag täglich von 11 – 17 Uhr

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