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Weihnachten in Dänemark

Weihnachten Tondern

Weihnachten in Dänemark ein Fest mit vielen Traditionen und etwas anderen Bräuchen.

Natürlich wird die Vorweihnachtszeit auch hier mit glanzvollen Weihnachtsmärkten begangen, es gibt die Weihnachtsbäume mit Kerzen und Lichterketten, die Straßen und Plätze sind weihnachtlich geschmückt und dänische Weihnachtsmärkte sind für Besucher einfach ein Muss. So gibt es ein wahres Weihnachtsmärchen bereits ab dem 5. November bis zum 30. Dezember 2016 in Dänemarks Weihnachtsstadt Nr. 1 in Tønder. Die mehr als 750 Jahre alte südjütische Kleinstadt mit ihren winkligen Straßen und reizvollen Giebelhäusern bildet einen bezaubernden Rahmen für die Vorweihnachtszeit mit skandinavischen Juletraditionen. Die Altstadt ist weihnachtlich geschmückt und beleuchtet und die Dekorationen in den Schaufenstern weisen mit ihren Auslagen auf das bevorstehende Fest hin.

Kalenderlys, Lucia-Braut und Kobolde

Aber auch in den Familien beginnt die Vorweihnachtszeit bereits ab dem 1. Dezember. Dann wird in vielen Häusern nämlich die Kalenderkerze, die Kalenderlys, angezündet. Die Kerze hat 24 Striche und jeder Strich steht dabei für einen Tag. Wenn die Kerze schon zur Hälfte herunter gebrannt ist wird am 13. Dezember, ähnlich wie in Schweden, das Luciafest begangen. Die älteste Tochter – die Lucia-Braut –  trägt ein weißes Gewand mit einem roten Gürtel und trägt Kerzen auf dem Kopf. Hinter ihr reihen sich noch andere Mädchen mit Kerzen in den Händen und manchmal noch Sternenknaben, Pfefferkuchenmännchen und Wichte. Das Fest beginnt am Morgen in der Familie und wird dann auf der Arbeit, in Schulen, in Kindergärten und vor allem auch in Altenheimen fortgeführt und dabei das Lied von „Santa Lucia“ gesungen.

Eine weitere Tradition, die in dänischen Familien gepflegt wird, sind die als „Nissen“ bekannten kleinen Weihnachtskobolde, die man in jeder Wohnung in Dänemark findet. Ohne „Nissen“ keine Weihnacht! In ländlichen Regionen bewahrt man auch immer noch die Tradition, diesen Kobolden eine Schüssel mit Milchreis auf den Dachboden zu stellen. Mit dieser, seiner Leibspeise, will man ihn gut behandeln und gütlich stimmen, damit er mit eventuellen Dummheiten im Haus nicht zur Plage wird und sich stattdessen um die Haustiere kümmert und das Grundstück beschützt.

Der kleine Heiligabend

Wenn die Kalenderkerze am 23. Dezember schon fast niedergebrannt ist, begehen die Familien in Dänemark den „Lille juleaften“, den kleinen Heiligabend. Dann läuft landauf landab so gut wie gar nichts mehr – außer in den Wohnzimmern. Da wird – ganz in Familie – zur Vorbereitungen zum Heiligabend gemeinschaftlich der Tannenbaum geschmückt und da werden schon die Plätzchen und Konfekt  genascht und viele essen auch Milchreis (Risengrød).

Zum „Nachspülen“ gibt es den typisch dänischen Gløgg, eine Art Glühwein, der aus Rotwein und Aquavit mit Gewürzen, Mandeln und Rosinen hergestellt wird und auch das bereits seit dem sogenannten „J-Dag“ immer um Anfang November erstmals wieder ausgeschenkte Weihnachtsbier (Julebryg) gehört mit auf den Tisch.

Weihnachtsherzen, Weihnachtsmarken und Weihnachtsteller

Die dänischen „Julehjerte“, Weihnachtsherzen, sind auch in Deutschland bekannt und werden gerne von den Kindern als Weihnachtsdekoration gebastelt: Mit rotem und weißem Glanzpapier (natürlich in Anlehnung an die Farben des Dannebrog, der dänischen Nationalflagge) wird so geflochten, dass kleine Quadrate auf dem Herzen zu sehen sind. Die Herzen werden mit Süßigkeiten gefüllt und an den Weihnachtsbaum gehängt.

Aber auch Gemeinnützigkeit ist in Dänemark ein Anliegen in der Weihnachtszeit: Schon seit 1904 kann man in jedem Jahr eine Weihnachtsbriefmarke für den guten Zweck kaufen. Der Erlös dieser „Julemærke“, die jedes Jahr mit einem neuen Motiv bereits im November  zum Stückpreis von jeweils 10 Dänischen Kronen (umgerechnet 1,34 Euro)  herausgegeben wird,  wird komplett für wohltätige Projekte verwendet.

Eine gesuchte und geschätzte Rarität des dänischen Weihnachtsgeschäftes ist der jährliche „Royal Copenhagen Weihnachtsteller“. Diese Sammelkollektion ist die zweitälteste der Welt und hat in Dänemark eine lange Tradition: Schon 1895 präsentierte die damalige Porzellanmanufaktur Bing & Grøndahl ihren ersten Weihnachtsteller. Kein Wunder also, dass der Weihnachtsteller 2016 trotz des stolzen Preises von immerhin 89,00 Euro bereits heute im Handel nicht mehr lieferbar ist.

Weihnachtsschmaus und andere Leckereien

Es gibt wohl kaum eine Familie in Dänemark, bei der nicht das traditionelle  Menü  zum Heiligabend auftischt wird („Julemad“). Das sieht typischerweise gefüllte Gans oder Ente vor, aber auch Pute oder Schweinebraten sind geläufige Gerichte am Abend des  24. Dezember. Dazu werden Rotkohl oder Weißkohl und kandierte Kartoffeln gereicht und in Dänemark darf natürlich auch die obligatorische braune Sauce nicht fehlen. Zum  Dessert gibt es Milchreis mit Sahne und Kirschsoße. In dem großen Topf, aus dem der Nachtisch gereicht wird, befindet sich eine ganze Mandel und wer diese in seiner Schüssel hat, bekommt das Mandelgeschenk. Meist ist dies ein Schwein aus Marzipan oder ein anderes kleines Geschenk.

Und ist das Essen dann vorbei, fängt der wahre Spaß an: Geschenke gibt’s nämlich auch in Dänemark unterm Weihnachtsbaum.

Beliebt zum ersten und zweiten Weihnachtstag (aber auch bereits an den Adventssonntagen der Vorweihnachtszeit) ist das Treffen der ganzen Familie zur „Julefrokost“: Ein kaltes Buffet mit einer Auswahl, die keine Wünsche offen lässt. Da gibt es verschiedene Sorten von eingelegten Heringen, es gibt Lachs, Garnelen, warme Fleischbällchen und warme Leberpastete, kalten Braten, Sülze, die traditionelle  

Rollwurst („Rullepoelse“), Rote Beete, Salate und eine endlos erscheinende Auswahl an Aufschnitt und Käse. Dazu gibt es Bier und natürlich Schnaps. Julefrokost ist viel mehr als nur ein Essen, Julefrokost ist eine einzigartige Art von Essen–Marathon und ist gleichzeitig „hygge“, was die Dänen hier mit einer entspannte und gemütlichen Art und Weise des Zusammenseins in der Familie verstehen.

Und da ist es allemal wert, sich einmal auf eine typisch dänische Weihnachtsfeier einzulassen.

Also kommen Sie um die Weihnachtszeit zu uns auf den Hockmannshof nach Humptrup, da sind Sie mittendrin und auch dabei, Weihnachten bei unseren Dänischen Nachbarn zu erleben.

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